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Pink Flönz ist aus einer Bierlaune heraus entstanden, als sich im Jahre 2000 verschiedene Musiker bekannter Rock-, Blues- und Soulbands aus dem Rheinland zum Projekt „Rocking The Veedelszoch“ zusammenschlossen. Die Idee: Wir lieben Karneval und wir lieben Rockmusik, warum packen wir das nicht mal zusammen und spielen Rock’n Roll auf einem Karnevalszug.

In der Legende heißt es „15 Kisten Bier, ’ne Pulle Kabänes, ein ausrangierter Bauwagen, irgendein oller Proberaum; ’ne Hand voller Rock-Songs“ und Pink Flönz war geboren“.

 

Dass die Hälfte der blöden Jecken während des Zugen einfach umfallen würden, war uns ja im Prinzip egal, aber englische Texte und KÖLLE ALAAF und das noch im hilije Fastelovends, das geht gar nicht. Und da wir immer noch in Bierlaune waren, wurden schnell einige Texte in kölscher Mundart dazu gemacht.

 

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Ein Bandname war schnell gefunden. Genial einfach – einfach genial. Pink Flönz – quasi der Brückenschlag zwischen den Rockdinosauriern der 60er, 70er und 80er Jahre („Pink“) und unserer rheinischen Heimat („Flönz“)… eigentlich selbstverständlich, dass unser erstes Demo nur „Schäl Sick Of The Moon“ heißen konnte.

Dormagen muß damals kurz vor einer Kulturrevolution gestanden sein, als sich am 9.2.2001 das legendäre Flönz-Mobil mit „Een Meter Kölsch“ (aka Born To Be Wild) in der Besetzung Erwin Perle (git), Manni Perle (per), Andi Zöller (dr), Christian Zöller (key), Christoph Zirves (b), Detlev Latz (voc) und Kai Wirtz (voc) in den Karnevalszug einreihte.

 

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Doch irgendwann 2008 stießen wir an eine natürliche Grenze: der Rheinländer an sich. Der steht zwar auch auf Rock’n Roll, dat muß aber nicht gerade im Karneval sein. Und mitsingen will er. Und was der Rheinländer nicht kennt, das kann und will er auch nicht mitsingen. da weigert er sich – frei nach § 6 des Rheinischen Grundgesetzes: Kenne mer nit, bruuche mer nit, fott domett! Vor allem, wenn vorgetragenes Liedgut nicht im perfektesten Urkölsch vorgetragen wird und daher eh vollkommen unverständlich ist. Und irgendwann konnten wir „Könnt Ihr nix von de Räuber?“ oder „Spielt doch mal Viva Colonia“ nicht mehr hören und als uns dann einer bei einem Bikerfest in Grevenbroich als „Scheiß Folklore“ bezeichnete, stand fest: Time for change, YES WE GLAM.

 

Da wir außer Rock’n Roll eh nichts konnten (und können), es vom „Fastelovend“ zum „Glam“ ja gar nicht so weit war („hurra, wir können unsere Perrücken weiter benutzen“) und wir nie nur eine 0815-Coverband sein wollten, war klar, was hinten, rauskommen mußte.

Danke an alle Fans für Eure Treue. It’s only Rock’n Roll, but we like it…

Kai Hawaii